
Ich bin wach, ja wirklich wach, gleich...
Hallo liebe Katzengemeinde!
Wisst ihr wie das ist wenn man nicht weiß wohin mit der Energie? Es fängt morgens an. Ich glaube ja, dass ich zu den Frühaufstehkatzen gehöre, oder ist das ganz normal? Morgens um 6:30 Uhr, bin zumindest ich der Meinung, sollte der Tag beginnen! Mein Dosenöffner ist nach einer halben Stunde ins Gesicht gepiekt werden dann auch derselben Meinung und steht endlich auf um mir mein Frühstück zu bereiten. Man kann ja nicht den ganzen Tag verschlafen. Glücklich endlich die volle Aufmerksamkeit meines Dosenöffners zu haben, fange ich an, der angestauten Energie Luft zu machen. Es gibt doch nichts Besseres als morgens nach dem Frühstück durch die Bude zu jagen, und quietschend meinen Freund, die Graue Ratte Jimmy zu attackieren. Natürlich bleibt mein Dosenöffner auch nicht verschont. Mit aufgeplustertem Schwanz und aufgestelltem Rückenfell wird er von mir verfolgt.

Du kriegst mich nicht!
Sobald er sich dann umdreht um mich zu erwischen, flitze ich schnell wie der Wind über Sessel und Stühle hinter die Couch. Manchmal weiß ich nicht genau, ob er mich nicht erwischen will oder es nicht kann. Sehr wahrscheinlich liegt es daran dass ich viiiel zu schnell für ihn bin… glaube ich zumindest…. Und nun, stellt euch vor, nach 20 Minuten spielen, geht mein Dosenöffner schon wieder ins Bett. So viel habe ich noch nicht einmal im Alter von 3 Wochen geschlafen! Da bin ich mir ziemlich sicher (Auch nicht um 7:00Uhr morgens!) Nun, ich bin jetzt wach, und werde dafür sorgen, dass mein Dosenöffner kein Auge mehr zu tun kann. Auf dem Bett wird rumgesprungen und meine Spielzeuge im Schlafzimmer auf dem Bett verteilt. Diesmal bin ich leider nicht so erfolgreich. Er zieht sich die Decke über den Kopf und hört und sieht nix mehr. Naja gut, dann wird halt ein bisschen gekuschelt. Ich habe rausgefunden, dass ich nur probieren muss meinen Kopf unter die Decke zu stecken und schon lässt mein Dosenöffner mich zu ihm. Irgendwie glaube ich, dass er das Spiel „Verstecken“ nicht richtig verstanden hat, aber gerade jetzt wo es so kuschelig und warm unter der Decke ist, werde ich Ihn nicht darauf aufmerksam machen. Vielleicht später…. Selbstverständlich wird sofort das schnurren angefangen, darin bin ich nämlich Weltmeister! Ihr glaubt‘s nicht? Fragt meinen Dosenöffner! Er wird’s euch bestätigen.
So gegen 10:00 Uhr wache ich dann auf, ich hab mich nämlich dann doch in den Schlaf geschnurrt. Peinlich so etwas, ich bin doch schon ein richtiger Kerl. Naja, ich denke sowas kann jedem mal passieren. Und ich habe gehört, dass viel schlafen gesund sein soll. Nun gut, jetzt sind wir wach. Mit neugierigen Augen marschiere ich durch die Wohnung um festzustellen ob sich in den 3 Stunden irgendwas verändert hat. Anscheinend nicht. Langweilig…. Hmm… da muss doch irgendwas zu machen sein. Genau, ich weiß! Der Blumentopf! Da waren doch immer so etwas wie Kalkschalen drin, die mein Dosenöffner „Muscheln“ nennt. Ich muss vorsichtig sein, dass mein Dosenöffner mich nicht sieht, denn ich glaube er hat es nicht so gern wenn ich mit den Kalkschalen spiele. Langsam schleiche ich mich an, und schaue hinein: Nur Erde…. So ein Mist! Nun gut, vielleicht kann man mit der Erde ja auch etwas anfangen. Nach dem ich mich still und heimlich eine halbe Stunde mit der Erde beschäftigt habe sehe ich mich nach etwas anderem um. Während ich überlege was man als nächstes erkunden kann. Entdeckt mein Herrchen die um den Blumentopf verteilte Erde. Fluchend brüllt er „Jerry! Was soll denn das wieder!“ Ich unterbreche meine Suche nach neuen Herausforderungen, setzte mich und gucke meinen Dosenöffner mit meinem Schönsten Babykatzengesicht an. Wie immer komme ich so ohne Ärger davon. Gut das ich meinen Dosenöffner so gut kenne. Er nimmt mich hoch und knuddelt mich erst einmal. Also, wenn das Erziehung ist, dann mag ich dieses Wort. Dieses Spiel funktioniert genauso gut wie „auf dem Tisch herum laufen ohne Ärger zu kriegen“ oder „Sofa angreifen ohne ärger zu kriegen“. Nur bei der Tapete bin ich vorsichtig. Ich glaube da versteht mein Dosenöffner keinen Spaß mehr.
Soweit so gut. Ein bisschen Rumgeschmuse, und ein paar Sprüche, wie: „Du bist mir ein Dolly!“ oder „Du Stinker, Du“ später, marschiere ich dann in Richtung Kratzbaum. Ich habe rausgefunden, dass es vor dem Fenster ganz viele fliegende Dinger gibt. Man nennt sie Vögel, glaube ich. Von meinem Kratzbaum aus, habe ich eine klasse Aussicht auf die Fenster und die Welt die da hinter liegt. Doch Vögel gucken macht schläfrig… wie ihr wahrscheinlich alle wisst.
Und da ich meinem Dosenöffner jetzt auch einmal eine kleine Tipp-Pause gönnen will sage ich erst einmal Auf Wiederlesen, und wünsche allen noch einen schönen, sonnigen Nachmittag.
Bis bald
Euer Jerry